Zweigeteiltes Banner zu Long COVID & ME/CFS: Links das Profil einer erschöpften Frau, rechts eine Smartwatch mit dem bunter Lebensfeuer®-Spektrogramm einer 24-Stunden-HRV-Messung von Autonom Health zur Sichtbarmachung autonomer Fehlregulationen.
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Long COVID & ME/CFS: Wie die 24-Stunden-HRV Klarheit schafft

Ein Paradigmenwechsel in der Medizin

Vor fünf Jahren hatten viele Patientinnen und Patienten, die unter anhaltender Erschöpfung, Zustandsverschlechterungen nach Belastung (Post-Exertional Malaise), Gehirnnebel, Schlafstörungen oder autonomen Symptomen litten, noch damit zu kämpfen, überhaupt verstanden zu werden.

Heute geschieht etwas Bemerkenswertes.

Immer mehr Ärztinnen und Ärzte erkennen, dass es sich bei Long COVID und ME/CFS keineswegs bloß um Probleme der Motivation, der Dekonditionierung oder der Psyche handelt. Es sind Störungen der biologischen Regulation – häufig unter Beteiligung tiefgreifender Funktionsstörungen des autonomen Nervensystems. Die Forschung stützt diese Sichtweise zunehmend: Zahlreiche Studien belegen eine veränderte Herzratenvariabilität (HRV) und ein autonomes Ungleichgewicht bei vielen Long-COVID-Betroffenen.

Die meisten veröffentlichten Studien beurteilen die HRV anhand von Kurzzeit-Ruhe-EKGs (typischerweise 5–10 Minuten). Während diese Studien bereits deutliche autonome Auffälligkeiten zeigen, bieten kontinuierliche 24-Stunden-EKG-Aufzeichnungen ein wesentlich umfassenderes Bild der autonomen Regulation, da sie Schlaf, Erholung, körperliche Aktivität, kognitive Belastung und zirkadiane Dynamiken erfassen. Dies macht die Langzeit-HRV besonders wertvoll, um die komplexen physiologischen Schwankungen zu verstehen, denen Patientinnen und Patienten mit Long COVID und ME/CFS ausgesetzt sind.

Bei Autonom Health beschäftigen wir uns seit fast zwei Jahrzehnten mit autonomer Regulation und 24-Stunden-HRV. Was ursprünglich in der Präventivmedizin, der Managergesundheit und der Leistungsdiagnostik Anwendung fand, gewinnt nun für eine völlig andere Patientengruppe zunehmend an Bedeutung.

In den letzten Monaten haben wir einen klaren Trend beobachtet:

Immer mehr Klinikerinnen und Kliniker überweisen Patientinnen und Patienten mit Long COVID und ME/CFS zu uns – nicht etwa, weil die HRV eine Diagnose liefert, sondern weil sie uns hilft zu verstehen, wie sich das autonome Nervensystem im Alltag verhält.

Für viele Betroffene ist dies die erste objektive Erklärung dafür, warum scheinbar einfache alltägliche Aktivitäten Stunden oder gar Tage anhaltende Verschlechterungen auslösen können.

Eine 24-Stunden-HRV-Messung macht unsichtbare Fehlregulationen häufig sichtbar. Sie hilft dabei, individuelle Grenzen zu identifizieren, die Erholungsfähigkeit zu verstehen und sichere physiologische Leitplanken für das Pacing zu etablieren – eines der wenigen international anerkannten Managementprinzipien bei Long COVID und ME/CFS.

Genauso ermutigend ist, dass das Interesse längst nicht mehr nur von einzelnen Ärztinnen und Ärzten ausgeht.

Selbsthilfeorganisationen für Menschen mit ME/CFS kommen auf uns zu.

Staatliche Rehabilitationseinrichtungen suchen die Zusammenarbeit, um eine objektive autonome Diagnostik in die Patientenversorgung zu integrieren.

Für uns ist das ein wichtiges Signal. Die Medizin bewegt sich weg von der Frage:

„Welche Krankheit hat dieser Patient?“ hin zur Frage: „Wie funktioniert das Regulationssystem dieser Patientin bzw. dieses Patienten?“

Dieser Wandel hat enorme Auswirkungen – nicht nur für Long COVID und ME/CFS, sondern auch für Burnout, chronischen Stress, Übertraining, anhaltende Erschöpfung und viele andere Zustände, bei denen die konventionelle Diagnostik oft keine Erklärung dafür liefert, warum sich Betroffene so krank fühlen.

Unser Ziel war es nie, die klinische Medizin zu ersetzen. Unser Ziel ist es, Klinikerinnen, Klinikern sowie Patientinnen und Patienten ein objektives Fenster in die Biologie der menschlichen Regulation zu öffnen.

Denn das autonome Nervensystem zu verstehen, ist nicht das Ende des diagnostischen Weges.

Für viele Betroffene ist es endlich der Anfang.

Dr. med.univ. Alfred Lohninger

Dr. med.univ. Alfred Lohninger

 ist Arzt und gilt als einer der führenden HRV-Experten im deutschsprachigen Raum. Er ist Autor des Standardwerks ‚Herzratenvariabilität‘ und hat mit seiner Forschung die weltweit größte HRV-Datenbank aufgebaut.

Bild: Symbolbild (erstellt mit Unterstützung von KI / Google Gemini unter Einbindung von Markenkomponenten) | © Autonom Health

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