Unsere Gefühle und ihr Einfluss auf unsere HRV

Emotionales Erleben und Gesundheit

Dass unsere Gefühle einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit haben, ist längst bekannt. Unser emotionales Erleben ist wichtig und kann uns sowohl gesünder, als auch kränker machen. Das betrifft vor allem den täglichen Stress, der oft als solcher nicht wahrgenommen wird. Eine Herzratenvariabilitäts (HRV) -Analyse kann Ihnen helfen, diese Emotionen leichter festzustellen und rechtzeitig einzugreifen. Denn jedes Mal, wenn wir glücklich oder traurig sind, spiegelt unser autonomes Nervensystem diesen Zustand wider. Es ist daher ausgesprochen wichtig, unsere Emotionen und ihren Einfluss auf unsere Gesundheit gut zu kennen. Dann können wir besser damit umgehen. Das führt uns letztendlich in Richtung mehr Gesundheit.

 

Eine kurze Übersicht über Ergebnisse aktueller Forschungen zum Zusammenhang von Emotionen und HRV

  • Es gibt einen positiven Zusammenhang zwischen einer hohen HRV und der Regulation von Emotionen (Appelhans, 2006, Butler et al., 2006, Ingjaldsson et al., 2003, Lane et al., 1997, Lane, 2008, Melzig et al., 2009).
  • Es gibt einen positiven Zusammenhang zwischen einer hohen HRV und kognitiv anspruchsvollen Aufgaben (Smith et al., 2015 )
  • Es besteht ein Zusammenhang zwischen Verstärkung, Aufrechterhaltung und Unterdrückung mentaler Vorstellungen und HRV (Smith et al., 2015)
  • Es besteht eine hohe Korrelation zwischen der HRV und starken Emotionen, die durch visuelle Reize (u.a. Bilder) induziert werden (Choi et al., 2017)
  • Es gibt einen Zusammenhang zwischen der HRV und verschiedenen Emotionen: Emotionen wie Angst sind mit geringster Abweichung der RR-Abstände verbunden; Emotionen wie Glück weisen das Gegenteil auf (Goshvarpour et al., 2017).
  • Es gibt eine hohe Korrelation zwischen einer reduzierten HRV und einer schwach ausgeprägten Regulation der Emotionen. Untersucht wurden Personen mit Alexithymie (definitert als mangelhafte Fähigkeit in Wahrnehmung und Expression der Emotionen). Es zeigte sich, dass sie über eine reduzierte und langsamere Anpassungsfähigkeit bei wiederholt  bedrohlichen Situationen verfügen (Panayiotou & Constantinou, 2017)

 

Zukunftsperspektiven und Rolle der HRV in Förderung der mentalen Gesundheit

Mentale Gesundheit ist von enormer Bedeutung für unser Wohlsein. Wenn Körper und Seele im Einklang stehen, kann sich ein Mensch als gesund betrachten. Die HRV hilft uns diese Verbindung zu entdecken und unsere Emotionen und Körpersignale zu identifizieren. Die HRV könnte in Zukunft dazu verwendet werden, um besonders nachteilige Emotionen im Alltag oder beruflichen Leben zu identifizieren. Dadurch könnte die Gesundheit der Menschen bzw. Mitarbeiter gezielt gefördert werden und die Menschen wären somit in der Lage ihr volles Potenzial sowohl im privaten, als auch im beruflichen Leben zu entfalten.

 

lebensfeuer

Quellen:
Appelhans, B.M. & Linda, J. (2006) Heart rate variability as an index of regulated emotional responding. Review of General Psychology 10, 229-240.
Butler, E.A., Wilhelm, F.H. & Gross, J.J. (2006) Respiratory sinus arrhythmia, emotion, and emotion regulation during social interaction. Psychophysiology, 43, 612-22.
Choi, K.H., Kim, J., Kwon, O.S., Kim, M.J., Ryu, Y.H. & Park, J.E. (2017) Is heart rate variability (HRV) an adequate tool for evaluating human emotions? – A focus on the use of the International Affective Picture System (IAPS). Psychiatry Res, 251, 192-196.
Goshvarpour A., Abbasi, A. & Goshvarpour, A. (2017) Indices from lagged poincare plots of heart rate variability: an efficient nonlinear tool for emotion discrimination. Australas Phys Eng Sci Med.
Ingjaldsson, J.T., Laberg, J.C. & Thayer, J.F. (2003) Reduced heart rate variability in chronic alcohol abuse: relationship with negative mood, chronic thought suppression, and compulsive drinking. Biol Psychiatry, 54, 1427-36.
Lane, R.D. (2008) Neural substrates of implicit and explicit emotional processes: a unifying framework for psychosomatic medicine. Psychosom Med, 70, 214-31.
Lane, R.D., Fink, G.R., Chau, P.M. & Dolan, R.J. (1997) Neural activation during selective attention to subjective emotional responses. Neuroreport, 8, 3969-72.
Melzig, C.A., Weike A.I., Hamm, A.O. & Thayer, J.F. (2009) Individual differences in fear-potentiated startle as a function of resting heart rate variability: implications for panic disorder. Int J Psychophysiol, 71, 109-17.
Panayiotou G. & Constantinou, E. (2017) Emotion dysregulation in alexithymia: Startle reactivity to fearful affective imagery and its relation to heart rate variability. Psychophysiology.
Smith, A.l., Owen, H. & Reynolds, K.J. (2015) Can short-term heart rate variability be used to monitor fentanyl-midazolam induced changes in ANS preceding respiratory depression? J Clin Monit Comput, 29, 393-405.

 


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