HRV & Intervallfasten

Intervallfasten – kein  neuer Trend, aber derzeit in aller Munde. Es ist effizient, natürlich, verhilft zur Selbstreinigung, ist hilfreich, um Zellmüll loszuwerden und baut krankhafte Zellbestandteile ab.

Richtig bekannt wurde Intervallfasten durch den Japaner Yoshinori Ohsumi 2016. Er erhielt den Nobelpreis für die Entdeckung der Autophagie – einem inneren Reinigungsprozess, welcher durch Intervallfasten in Gang gesetzt werden kann. Vor allem Nachts und bei leerem Magen.

Autophagie setzt sich aus den griechischen Wörtern „auto“ (selbst) und „phagie“ (fressen) zusammen. Der Autophagie-Prozess führt zu einer Verbesserung des Zucker- und Fettstoffwechsels und des Herz-Kreislauf-Systems. Außerdem unterstützt sie den Schutz von Nervenzellen und die Hemmung von Entzündungsprozessen und wirkt sich positiv auf Anti-Aging und Regeneration aus.

Welche Rolle spielt das vegetative Nervensystem?

Der bewusste Nahrungsverzicht, bei dem in einem bestimmten Rhythmus zwischen Zeiten der Nahrungsaufnahme und des Fastens gewechselt wird, beeinflusst auch das vegetative Nervensystem (VNS) und damit auch die Herzratenvariabilität.

95% aller im Körper ablaufender Prozesse werden vom VNS gesteuert. Atmung, Herz, Steuerung des Blutdrucks, Immunsystem oder Verdauung sind nur einige wenige Prozesse.

Im vegetativen Nervensystem gibt es 2 Hauptakteure – Sympathikus und Parasympathikus. Der Sympathikus wird aktiv, wenn wir morgens aufstehen und hat damit eine aktivierende und Energie freisetzende Wirkung. Evolutionär betrachtet wurde morgens gejagt und gesammelt. Er lässt uns körperlich und geistig leistungsfähig sein, schraubt dafür aber andere Vorgänge wie die Verdauung zurück. Er regelt die Ausschüttung von Hormonen wie Adrenalin, Glukagon, etc. Die sind u.a. für den Fettstoffwechsel und damit für die Fettverbrennung wichtig. Denn diese Prozesse sorgen dafür, dass Fettsäuren aus dem gespeicherten Unterhautfettgewebe bereitgestellt und zur Energiegewinnung freigesetzt werden.

Der Parasympathikus wird bei Einbruch der Dämmerung aktiv. Er sorgt für Erholung. Der Körper schaltet um auf Regeneration und Erneuerung statt Energiefreisetzung.

Doch bei wenigen Personen funktionieren diese natürlichen Prozesse so, wie sie ursprünglich sollten. Termindruck, Reizüberflutung, Bewegungsmangel, Fast Food oder Schlafmangel führen zu einer Dauerbereitschaft vom Sympathikus. Die Stresshormone Adrenalin und Cortisol werden permanent ausgeschüttet.

Intervallfasten soll für Ruhe im Organismus sorgen. Die „Essenspause“ fördert die Reaktivierung des Parasympathikus.

Wichtig ist aber, wann gegessen wird.

Da der Sympathikus morgens aktiv wird, erreicht er um die Mittagszeit seinen Höhepunkt. Wer am Morgen und Mittag seine Hauptnahrung zu sich nimmt, verdaut auf Hochtouren. In dieser Zeit wird wesentlich mehr Energie verbrannt.

Hat die Essenspause hingegen in der Nacht ihren Höhepunkt, ist der Stoffwechsel am niedrigsten, dann springt der Parasympathikus an, es kommt zu den positiven Nebenwirkungen des Fastens: Anti-Aging, Gewichtsverlust, Reinigung. Erst dann werden die Wachstumshormone ausgeschüttet. Sie bauen körpereigenes Speicherfett ab und Muskulatur auf.

Intervallfasten sorgt auch für eine Balance im vegetativen Nervensystem. Sympathikus und Parasympathikus haben wieder ausreichend Zeit, ihren gewohnten Aufgaben nachzugehen.

Zu welchen Uhrzeiten man fasten will, sollte jeder für sich entscheiden. Das ist auch abhängig vom jeweiligen Alltag.

Eine weitere nette Nebenwirkung, des bewussten Essens: Wir bauen wieder eine bessere Beziehung zum Essen auf. Durch das bewusstere Essen wird die Ernährung ausgewogener, Heißhunger reduziert sich, ein Überessen wird weniger.

 

Quelle: https://www.focus.de/gesundheit/familiengesundheit/innere-ruhe-finden-intervallfasten-und-seine-positiven-effekte-auf-das-vegetative-nervensystem_id_10646674.html


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