Dein Hund – Dein Fitnesstrainer

Wer einen Hund hat, muss zu jeder Uhrzeit und bei jedem Wetter vor die Tür. Dem Hund ist das Wetter egal. Bei Wind, Regen und Schnee für Herrchen und Frauchen vielleicht nicht immer die liebste Beschäftigung. Doch hält es sie in Bewegung. Es ist also irgendwie logisch, dass Hunde ihre Besitzer zu mehr Bewegung animieren.

Wie stark dieser Effekt ist, wurde auch von Forschern der University of East Anglia ermittelt.
Fazit: Selbst bei schlechtestem Wetter waren die Hundebesitzer im Schnitt aktiver als die Nicht-Hundebesitzer an den schönsten Tagen.

 

Frische Luft, das Zwitschern der Vögel und sanfte Bewegung. So würde doch jeder gerne in den Tag starten. Diesen „Luxus“ genießen vor allem Hundebesitzer. Zwar nicht immer ganz freiwillig, doch ist das mit vielen gesundheitlichen Vorteilen verbunden.Im Durchschnitt kommen mindestens 2 Spaziergänge pro Tag bei Hundebesitzern zusammen. Und das bei jedem Wetter und jeder Tageszeit. Kein Wunder also, dass Hundebesitzer oft aktiver sind und ein widerstandsfähigeres Immunsystem haben.

Forscher haben sich nun in den letzten Jahren mit der Frage beschäftigt, welchen Effekt der Besitz eines Hundes auf die physische Aktivierung hat.

 

„Dog ownership supports the maintenance of physical activity during poor weather in older English adults: cross-sectional results from the EPIC Norfolk cohort”

Das Forscherteam nutzte Daten einer europäischen Langzeitstudie (EPIC-Studie). Sie untersuchten ca. 3100 Teilnehmer mit einem Durchschnittsalter von 69 Jahren, die in Norfolk lebten und im Rahmen der Studie sieben Tage lang einen Schrittzähler trugen. Ca. 1/5 der Teilnehmer hatte einen Hund, etwa 2/3 von ihnen gaben an, mindestens einmal täglich mit dem Tier Gassi zu gehen.

Schrittmesser-Daten und Wetterberichte wurden ausgewertet, um zu untersuchen, wie aktiv die Teilnehmer bei gutem und schlechtem Wetter waren.

Ergebnisse

Die Ergebnisse zeigen, dass sich Hundebesitzer täglich 30 Minuten mehr als hundelose Teilnehmer bewegten. Erstaunlich war jedoch, dass Menschen, die mit Hunden spazieren gehen, an den dunkelsten und verregnetsten Tagen im Durchschnittlich länger körperlich aktiv waren als Menschen ohne Hunde an den wärmsten und sonnigsten Tagen während der Studie.Grund dafür ist neben der eigenen Fitness auch das Bedürfnis des Tieres nach Auslauf. Das könnte möglicherweise sogar eine größere Motivation sein.

 

Positive Effekte von mehr Bewegung

Ein weiterer positiver Effekt des regelmäßigen Spazierengehens mit Hund ist die Stärkung des Immunsystems, was gerade in der kalten Jahreszeit besonders wichtig ist. Regelmäßige körperliche Bewegung trainiert  das Herz-Kreislauf-System und führt zu einer Reduktion des Gewichts.

Und auch die Psyche profitiert. Spielen und Kuscheln mit dem Hund entspannt das vegetative Nervensystem, was sich wiederum auf unser gesamtes Wohlbefinden auswirkt.

 

Fitnesstrainer Hund im HRV-Spektrogramm

Frau A geht mindestens 2x pro Tag mit ihrer Hündin spazieren. Für diese Messung hat sich Frau A ein besonderes Training einfallen lassen und ist mit ihrer Hündin über Stock und Stein gelaufen. In der HRV-Messung zeigt sich ab 16 Uhr deutlich, dass sich Frau A die meiste Zeit über im entwickelnden Bereich befunden hat. Das wäre ohne regelmäßiges Training bzw. Spaziergänge vermutlich so nicht möglich gewesen.

Auch das Detailergebnis „körperliche Performance“ zeigt deutlich, wie fit Frau A ist.

 

Ergebnisse aus dem Analyseportal

Auf einer Skala von 1-10 liegt ihre körperliche Performance bei 8,54, jene gleichaltriger Frauen bei 7,26. Ihre körperliche Leistungsfähigkeit liegt somit 81% über jener Ihrer Vergleichsgruppe.  Die körperliche Performance ist zufriedenstellend. Sie hat die notwendigen Ressourcen, um sich körperlichen Herausforderungen zu stellen. Sie sollte dabei aber auf die Zeichen ihres Körpers achten und für eine adäquate Aktivierung sorgen.

 

 

Und auch die Regeneration nach der Belastung, welche über das Absinken der durchschnittlichen Herzrate und Schnelligkeit und das Ausmaß der Zunahme an HRV beurteilt wird, ist hervorragend. Auf einer Schulnotenskala von 1-10, wobei 10 sehr gut und 1 schlecht ist, wird die Regeneration nach Belastung bei Frau A mit 8,8 benotet. Sie liegt damit sogar 63% über dem Durchschnitt.

 

Fazit

Noch fitter hält sicherlich die Flucht vor einem Gepard. Für die einfache Lösung tut es auch ein Spaziergang mit einem Hund. Denn: Ein Hund hält fit.

 

Originalstudie: https://jech.bmj.com/content/71/9/905

Bildquelle: Adobe Stock Photo – von Lunja, File Number 180346706


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