Best Practice: Willi Achilles berichtet aus der Praxis

Weiter geht es in unserer Best Practice Reihe „HRV-Professionals berichten“. Diesmal haben wir Willi Achilles über die Schulter geblickt und geben euch einen Einblick in seine praktische Arbeit mit der HRV.

Willi ACHILLES

zertifizierter HRV-Professional
Trainer
Berater
lizenzierter Rehasportübungsleiter

Mail: achilles-w@t-online.de
Website: http://www.hrv-team.de

Willi, warum hast du dich dazu entschieden, mit der HRV zu arbeiten? 
„Als sportlicher Autodidakt arbeite ich seit gut einem halben Jahrhundert mit den mir zugänglichen Testsystemen. Sie dienen mir, um die von mir entwickelten Konzepte, die nicht nur im Sport angesiedelt sind, objektiv auf ihre Brauchbarkeit prüfen zu können. So gut die historischen Testmöglichkeiten auch waren – ohne Leistungstests wird es kaum noch möglich sein, Weltmeisterleistungen zu erbringen. Ich hatte immer das Gefühl, dass etwas Entscheidendes fehlte. Da ich seit 1956 bis heute Erfahrungen mit Kampfsportarten und anderen Bewegungslehren der östlichen Hemisphäre gesammelt hatte, ahnte ich nur das Fehlende. 2014 lernte ich Seppi Neuhauser während eines Trainingscamps im Kleinwalsertal zur Vorbereitung auf einen 100 km Lauf rund um die Zugspitze kennen. Ich fand einen Mann, der hervorragende theoretische Kenntnisse hatte, diese gut vermitteln konnte und persönlich durch seine sportlichen Leistungen überzeugte. Eine eher seltene Erscheinung. Wir führten im Lehrgang eine HRV 24h-Messung durch. Nach der anschließenden Auswertung bewegte mich nur eine Frage: Seppi, wo kann ich das lernen! Ich nutzte den naheliegendsten Termin zur Ausbildung bei der Autonom Health GesundheitsbildungsGmbH gemeinsam mit meiner Frau, die mit mir am gleichen Thema arbeitet. Im Laufe der Jahrzehnte hatte sich viel Material angesammelt, das jetzt endlich mit der HRV aus ganzheitlicher Sicht geprüft und komplexer ausgewertet werden konnte. Was ohne HRV Nachweis nur spekulativ vermutet wurde, konnte nun mit Daten bewiesen werden.“

Wie lange arbeitest du schon mit der HRV?
„Seit 2015 arbeite ich aktiv mit den HRV-Messungen von Autonom Health. Dabei unterscheide ich mehrere unabhängige Problemkreise, die sich nicht immer, aber doch häufig zu einem Ganzen finden. In meiner Persönlichkeit liegt es, dass ich nur Dinge weitergebe und lehre, die ich in Selbsttesten erfahren und hoffentlich begriffen habe. Das sind Themen meiner Arbeit: Kampfsportler, ehemaliger Extremsportler im Langstrecken-Lauf, lange bevor es Mode wurde, Ultra Trails zu laufen; Survivaltraining im Dschungel und Hochgebirge, ehemaliger mittlerer Leitungskader im Wirtschaftssektor, Aufbau einer erfolgreichen Selbstständigkeit.
Dann habe ich den Kreis meiner Vereinsmitglieder, von Karate über Bergsteigen, Marathon- /1oo km Läufern, Bogenschützen und Sportschützen bis hin zu Sommer Biathlon.
Darin eingebettet, jedoch sensibler verfahrend, die Reha-Sport Gruppen. Hier werden Personen, die mit ärztlicher Verordnung (Rezept) 50 Einheiten Sport nach festgeschriebenen Grundsätzen gemäß §§ 44 SGB IX zu mir und meinen ÜL kommen, betreut.
Daraus schlussfolgernd erfolgte die theoretische Aufarbeitung der Trainingskomplexe für die Aus- und Weiterbildung im Behinderten Sport Verband Deutschland (Lizenz) mit der HRV.
Natürlich ergeben sich aus diesen komplexen Nachfragen für das Betriebliche Gesundheitsmangagement für den Einzelnen, als auch in betrieblichen Bereichen; allgemein als Markt erobernder Faktor definiert.
Das alles arbeite ich jetzt mit Hilfe der HRV auf und sehe noch viel Neues auf mich zukommen.“

Wie setzt du die HRV in deiner Arbeit ein?
„Der Beginn liegt bereits vor der eigentlichen Arbeit: Für die Prüfung zur HRV Ausbildung brauchten wir 20 Probanden für 24 Stunden Messungen. Alle meine Schüler waren bereit, das Experiment für uns mitzumachen. Da es sich um Klienten handelte, die alle weit über ein Jahrzehnt von mir ausgebildet wurden, lag schon eine intensive Arbeit hinter uns, bevor wir die Prüfungen ablegten. Dafür vielen Dank an unsere Mitglieder.
Wie setze ich nun die HRV ganz konkret ein? Aus dem vorher Gesagten wird alles einzeln bearbeitet, ohne auf einen evtl. Nutzen aus zu sein. Das Ziel ist einfach: Es soll das von mir und meinem jetzigen und ehemaligem Team entwickelte K.A.T.Zentrum® im Detail auf seine positiven Möglichkeiten geprüft werden. Glücklicherweise werden meine Arbeiten durch die HRV Anwendung positiv bestätigt.
Auf diesen Ergebnissen aufbauend wird neben der praktischen Arbeit dem Klienten alles sehr anschaulich erläutert. Hier gilt der pädagogische Grundsatz: „Ich habe es ihm einmal erklärt – er hat es nicht verstanden. Ich habe es ihm ein zweites Mal erklärt – er hat es wieder nicht verstanden. Ich habe es ihm ein drittes Mal erklärt und nun habe ich es verstanden!“
Für mich hat die Arbeit mit der HRV Folgendes gebracht: 2017 konnte ich in meiner theoretischen Arbeit und praktischen Prüfung zum 7. Dan vor einem internationalen Prüfungsgremium mit Hilfe der HRV Erkenntnisse beweisen, die oftmals von vielen theoretisiert, aber nicht nachgewiesen wurden.“

Wie reagieren deine Klienten auf die Messungen und Ergebnisse?
„Unterschiedlich. Der Kommentar eines Klienten z.B. nach einer Messung. „Die kann ich aber nicht meiner Frau zeigen.“
Ein Ehepaar, beide über 70 Jahre alt. Sie hatte ein biologisches Alter von 56 Jahren, resümierte: „Na da werde ich mir aber einen Jüngeren nehmen müssen!“
Ein genervter Klient: Die Erklärungen seiner Ärzte konnte er nicht nachvollziehen. Sein Problem verstand er mit der HRV Messung besser und fand selbstständig eine Lösung, was er tun kann, damit es ihm besser geht.
Und da ist noch etwas: Mit jedem neuen Klienten rede ich persönlich ca. 45 Minuten. Ich beginne mit einer unverbindlichen SWOT Analyse. Dann lasse ich ihn 4 Wochen bis drei Monate in den Gruppen trainieren. Erst jetzt empfehle ich dem Einen oder Anderen eine HRV Messung, um ihn zur Übernahme einer eigenen Verantwortung und autonomen Gestaltung seines Lebensstils zu bewegen.
Ziel ist für mich nicht, eine HRV Messung zu verkaufen, sondern den Klienten davon zu überzeugen, dass er sich selbst eigenverantwortlich und auf eigene Kosten sein ganzes Leben lang managt. Er braucht den Arzt, Berater, Coach oder Übungsleiter zur Unterstützung. Das bringt natürlich kein Geld. Meine Klienten und Schüler sprechen aber dafür, dass sie meine Ansichten doch längere Zeit teilen wollen, sonst würden sie nicht so lange bei mir bleiben. Für die, die ich nicht erreiche, gilt: Kümmere dich um die 20 %, die wollen. Das setzt die fundierte Arbeit eines Beraters voraus.“

Was war dein schönstes Erlebnis mit der HRV?
„Herausragend steht dort ein Erlebnis mit meiner Frau: Es gelang mir, ihr kalendarisches Alter von 46 Jahren auf ein biologisches Alter von 70 Jahren zu bringen. Das werden sicher viele Männer bei ihren Frauen schaffen, aber können sie es auch mit der HRV Messung beweisen? Nachzulesen in Alfreds Buch: „Die artgerechte Haltung“ auf Seite 148, Abb. 42. Ein Trail als Beispiel 100 km rund um die Zugspitze.
Hier zeigt sich die von mir oft kritisierte Herangehensweise bei der HRV und anderen Auswertungen und Empfehlungen. Oft ist der Tenor, dass der Mittelpunkt der Aktivitäten möglichst stressfrei, harmonisierend und Wellness dominant gestaltet werden sollte und etwas verwaschen wird empfohlen: „Sie sollten sich etwas mehr bewegen“. Das Leben ist Kampf mit sich selbst und umso variabler die HRV sich zeigt, umso gesünder ist der Organismus. Das gilt auch für die Belastung (artgerecht eingesetzt) und Entspannung. Diesen Zusammenhang kann ich jetzt endlich mit den HRV Auswertungen spontaner und für mich qualitativ aussagekräftiger umsetzen.“


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