Best Practice: Trainingsintensität von Nicole Schott

Weiter geht es mit unserer Best Practice Reihe. Seppi Neuhauser (http://www.trail-of-life.at/) erzählt uns, wie er die HRV zur Überprüfung der Trainingsintensität von Nicole Schott – Eiskunstläuferin – eingesetzt hat.

 

Überwachung eines normalen Trainingsalltags von Nicole Schott, Eiskunstläuferin, mit der HRVsport

Trainingsbericht:

Gemessen wurde an einem normalen Trainingsvormittag im Eiskunstlauf. Bei den vielen Reizen ist es wichtig auf dem schmalen Grad zwischen Be- und Entlastung zu bleiben. Hier ein grober Einblick in die Trainingseinheiten:

1. Trainingseinheit: Eistraining

In dieser Einheit wurde der Schwerpunkt „Spezifische Ausdauer“ gesetzt. Die unten stehenden Daten stehen für eine Kür ohne Elemente. Das heißt, es wird die spezifische Kondition trainiert. Mit einer NPB* von 128 ist ein deutlich überschwelliger Reiz geschaffen worden.

2. Trainingseinheit: Eis Training

Aufwärmen mit Lauf ABC, Seilspringen, komplexe Beweglichkeitsübungen usw..

 

Schön zu sehen, wie die muskuläre Ebene – der VLF-Bereich – Leistungsbereitschaft bzw. Fokus – der LF-Bereich – zum Ende auf Betriebstemperatur kommt. Auch das pulmonale System – der HF-Bereich – passt sich an. Anhand der HRV wurde das Warm-up optimiert. Die Optimierung gibt uns die Sicherheit, die kommenden Belastungen zu bewältigen.

 

 

 

Schön herauszulesen, welche Belastungen Nicole Schott in den ersten 10 Minuten  des 2. Trainings verarbeiten muss. Ein NPB von 159 ist ordentlich und zeigt uns, wie es um die physische und psychische Reizsetzung steht. Subjektiver Anstrengungsgrad des Sportlers 8/9 von 10.

 

 

 

Es zeigt sich, dass die Belastung im Training gut verarbeitet wird. Alle Frequenzbanden steigen leicht an. Die Gesamtbelastung ist mit 107 NPB gewollt gesetzt worden.

3. Trainingseinheit: Athletik Training

In diesem Training war die Zielsetzung eine Intensität zu schaffen, die an die Sportart heran kommen soll.

Inhalt war ein Ausdauerparcour über 1km, mit verschiedenen Übungen ( 6 Stück), die die muskuläre Arbeit simulieren sollten.

Mit einer NPB von 154 und 125 ist die Belastungssetzung gelungen, wenn man bedenkt, dass bei einer Kür ohne Elemente ein NPB 159 zustande kam.  Auch schön an der Detailgrafik zu sehen, dass alle Frequenzbanden sehr stark beansprucht worden sind.

 

Bei so vielen Reizsetzungen ist das Abwärmen von großer Bedeutung für uns. Hier sehen wir 5 Minuten, in denen Nicole Schott optimal runterkommt. Alle Werte sind im grünen Bereich. Nun kann ihr System die Regeneration optimal einleiten und damit die Anpassung an die Leistungsfähigkeit ermöglichen.

 

 

 

 

 

Nicole Schott, deutsche Eiskunstläuferin, wird seit mehreren Jahren von dem HRV-Professional und Profisportler Seppi Neuhauser mit der HRV begleitet.

   

Fotos: Copyright Höffner, Eislauffotos.de

 

*NPB (Neurophysiologische Belastung): misst die Wirkung auf die kardiorespiratorische Vitalität (hauptsächlich für Ausdauer) im Training (Aktivität Sport).
NPB-Werte bedeuten:
< 0   => unterschwellig, regenerative Maßnahmen empfohlen; 0-30  => Funktion erhaltend; 30-95/100  => Funktion fördernd (überschwelliger Reiz); >95/100  => Overreaching
Die Auswertung der NPB dient der exakten Beurteilung einer definierten Trainingseinheit und wird durch Eingabe der Aktivität „Sport“ aktiviert.

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